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Am 19. August 2006 berichtet die Goslarsche Zeitung auf Ihrer Jugendseite "Junge Scene" über den Ausbildungsberuf des "Fotomedienlaboranten" Die DPL-Auszubildende Rilana Böer erzählt von ihrer Arbeit:

Vom Negativ bis zum perfekten Bild

Fotomedienlaboranten müssen ein Auge für Bilder haben. Denn sie sorgen dafür, dass aus der Filmrolle oder dem digitalen Bild schöne Abzüge werden. Rilana macht die Ausbildung in Jerstedt.

Habt ihr euch auch schon mal die Frage gestellt, wie aus einer kleinen Filmrolle bunte Fotos werden? Rilana Boer aus Peine ist bereits seit zwei Jahren dabei, alles über den Weg vom Negativ bis hin zum fertigen Bild zu erfahren. Die 19-Jährige macht zurzeit eine Ausbildung als Fotomedienlaborantin in dem Betrieb Digital + Portrait GmbH in Jerstedt.

Dort werden über Nacht aus ganz Norddeutschland Filmrollen angeliefert. Auch professionelle Studiofotografien finden ihren Weg dorthin und müssen individueller und oft sogar mit der Hand statt mit Maschinen bearbeitet werden.

Rilana Boer interessiert sich schon sehr lange für Design und Fotografie und hat nach ihrem Fachabitur in den Bereichen Kunst und Gestaltung verschiedene Praktika durchlaufen. Nachdem sie auch in Jerstedt ein solches Praktikum absolviert hatte wurde sie als Auszubildende übernommen.

"Praktika sind gewünscht, aber keine Voraussetzung", sagt Ausbilder Axel Alt. Bewerber um einen Ausbildungsplatz sollten sich aber schon vorher mit Fotografie beschäftigt haben und mindestens einen Hauptschulabschluss haben. "Unsere Auszubildenden suchen wir uns sehr genau aus. Dafür sind die Chancen, später übernommen zu werden, sehr groß," sagt Alt.

Rilana erzählt: "Ich muss morgens um 4 Uhr aufstehen damit ich es schaffe, um 6 Uhr bei der Arbeit zu sein. Anfangs war das gewöhnungsbedürftig, aber nun freue ich mich, dass ich dadurch am frühen Nachmittag Feierabend habe." Die 19-Jährige wird dann zur Bedienung unterschiedlicher Maschinen eingeteilt, die die Negative während der Produktion durchlaufen. Dazu kommen das Sortieren von fertigen Fotos oder das Zuschneiden derselben. "Wenn man Fragen hat oder Hilfe braucht, ist jeder hier ansprechbar und die Arbeit macht echt Spaß", sagt sie. Die Eigeninitiative und das selbstständige Arbeiten sind in dieser Ausbildung sehr wichtig, dafür wird man mit abwechslungsreichen Aufgaben belohnt. Umgang mit Kunden hat Rilana nicht, aber das stört die junge Frau nicht weiter.

Zwar helfen die schnellen Maschinen ungemein bei der Herstellung der Fotos, doch der Mensch wird dabei nicht unersetzbar. So müssen gerade Sonderwünsche und professionelle Aufnahmen mit kritischen Augen geprüft werden. Rilana sagt: "Mein Ziel ist es, am Ende der Ausbildung selbst erkennen zu können, ob ein produziertes Bild einen zu starken Grünstich aufweist oder sich sonstige kleine Mängel zeigen."

Wenn sie ausgelernt hat, möchte sich Rilana unbedingt weiterbilden: "Ich könnte zum Beispiel Fotodesign lernen, damit habe ich noch mehr gestalterische Möglichkeiten." Und damit hat sie bessere Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden. wod - © Goslarsche Zeitung

 

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